Projekt-Vision
Die Grüne Welle
Feng Shui bedeutet: Wind und Wasser. Eine 2 km breite, grüne Welle, die die Sahara von Marokko bis Saudi-Arabien durchquert – und Wüste in bewohnbares Land verwandelt.
VisionMadjid AbdellazizDesert Greening ProjektKarte: Geplante Route der Grünen Welle durch Nordafrika und den Nahen Osten
ca. 8 Min. LesezeitSahara – Marokko bis Saudi-ArabienIntegrale UmweltheilungSeit 2004Wind, Wasser und Wüste – vereint durch die Methoden der integralen Umweltheilung. Was als Vision einer Familie begann, ist heute Realität: Das Atlasgebirge in Algerien ergrünt. Grundwasser steigt. Getreide wächst, wo einst nur Sand war.
Die Vision
Eine grüne Welle durch die Wüste
Wind, Wasser und Wüste vereint Feng Shui mit den Methoden der integralen Umweltheilung. Aus diesem virtuellen www soll nach der Vision Madjid Abdellaziz‘ eine reale grüne, breite (2 km) Welle werden, die die Sahara von Marokko bis Saudi-Arabien durchqueren wird.
Menschen können sich hier ansiedeln und ihre Existenz nachhaltig sichern. Dadurch wird die grüne Welle immer breiter und die Wüste zurückgedrängt. Ein dauerhaftes Mikroklima wird so entstehen.
Aus Wüste wird bewohnbares Land – zunächst als eine Kette von einzelnen Enklaven im Abstand von 500 Kilometern, später als zwei Kilometer breiter, geschlossener, wellenförmiger Gürtel.
Djanan, Algerien – Madjid Abdellaziz auf seinem Feld in der Wüste
Djanan, 2015 – erste Ernte aus dem Wüstenboden
Das Projekt
Hilfe zur Selbsthilfe
So können Flüchtlinge aus Afrika in einem neu geschaffenen Siedlungsgebiet aufgenommen werden und lernen, wie sie das Klima heilen und der Wüste mit Wald- und Ackerbau begegnen.
Das Desert Greening Projekt, noch das Werk und die Initiative einer Familie, das dann als Stiftung firmieren wird, soll für den Regen sorgen, Fragen des Landrechts klären und das Wissen bereitstellen, das die Siedlung im grünen Gürtel zu einem urbanen, sich selbst tragenden und reproduzierenden Prozess werden lässt.
Hilfe zur Selbsthilfe – in Fragen des Landbaus, der Architektur, der sozialen Selbstorganisation.
Das NeueDie Grüne Welle ist etwas, das in dieser Form noch nie dagewesen ist. Eine Landnahme durch Flüchtlinge, die sich ihr Land selbst erschaffen müssen. Wie auf einem leeren Skizzenblock.
Alles was sie dort tun ist neu, die Feldfrucht, die Architektur, das Gemeinwesen. Alles entwickelt sich aus einer Keimzelle, was gut ist wird kopiert, was schlecht verworfen. Reset.
ZeitenwendeEine andere Perspektive
Zeitenwende
Noch aus einer anderen Perspektive ist Djanan bedeutend. Der Planet steht vor einer Zeitenwende. Die Moderne wie wir sie kennen ist geprägt durch das Geldsystem und den daraus resultierenden Wachstumszwang. Und die Moderne erdrosselt sich gerade selbst in dem Mangeldenken, auf dem sie basiert.
Mangel erzeugt den Reflex festzuhalten, hat uns die Kulturtechniken „Geld“ und „Besitz“ beschert, und dieses Festhalten, die Raffgier, erzeugt mehr Mangel – ein kybernetischer Regelkreis wie er im Buche steht.
Es ist eine Krankheit, die in diesen Jahren aus dem chronischen ins akute Stadium übergeht – letztendlich um zu heilen.
Das krebsartige Auswuchern von staatlicher Kontrolle, die Perversion der Finanzindustrie und damit einhergehend der Sturz der Bevölkerung in tiefste wirtschaftliche Depression ist das akute Stadium dieser Krankheit. Leben indem man einem anderen etwas wegnimmt – Profit – wird es in Zukunft nicht mehr geben. Dieses Konzept erdrosselt sich gerade selbst.
Systemtheorie
Ordnungswechsel
Der Wechsel vom Mangeldenken zum Überfluss ist ein Ordnungswechsel. Ordnungswechsel dieser Art folgen bestimmten mathematischen Regeln. Das liegt an der Nichtlinearität der gesellschaftlichen Prozesse.
Ordnungswechsel nehmen geographisch ihren Ursprung nicht im Herzen der bestehenden Systeme, sondern aus dem Randbereich, den Berührungsflächen und -punkten benachbarter Strukturen. Dort fällt das Leben zuerst in einen chaotischen Übergangszustand, dort wird die neue Ordnung geboren, von dort infiziert die neue Ordnung das Alte, frisst sich wie ein Lauffeuer durch die Strukturen.
Djanan, November 2011 – Grün wo einmal Wüste war
Djanan
Djanan, Dezember 2008 – Grün gegen den Wüstenhorizont
Geographie der Transformation
Djanan
Der Hintergrund der Menschen die in der Welle ein neues Zuhause finden werden ist voller Gewalt. Ein Teil ihrer Seelen wird durch die Katharsis gegangen sein. Ein Teil noch im Trauma verharren.
Die physische Gewalt Afrikas trifft auf die psychische Gewalt Europas. Die Menschen, die hier herkommen, sind durchs Feuer gegangen. Ein jeder durch das seine. Sie werden zusammen mit der Natur heilen.
Orte der Transformation 01 – Naher OstenPalästinaSchnittpunkt dreier KontinenteIm Zwickel zwischen Europa, Asien und Afrika gelegen – zu jeder Zeitenwende als erstes Land ins Chaos gefallen und hat jedesmal etwas Neues hervorgebracht: die monotheistischen Religionen, den liebenden Gott des Christentums.
02 – MitteleuropaBerlinZwischen den EinflussspährenZwischen der westeuropäischen und der russischen Einflussspähre, ein Schmelztiegel – „zuviel Kraft in der Lunge für zu wenige Trompeten“ – mit seiner unaufhaltsamen Suche nach neuen Lebenskonzepten.
03 – NordafrikaSaharaBerührung zweier SphärenDie Berührung zwischen der europäischen und der afrikanischen Sphäre. Dort fällt das Leben zuerst in einen chaotischen Übergangszustand – dort wird die neue Ordnung geboren. Djanan.
Palästina ist ein solcher Ort, im Zwickel zwischen Europa, Asien und Afrika gelegen, ist es zu jeder Zeitenwende als erstes Land ins Chaos gefallen und hat jedesmal etwas Neues hervorgebracht: die monotheistischen Religionen, den liebenden Gott des Christentums, und heute, dank der Flüchtlingslager Gazas und des südlichen Libanons, die Rückkehr der Region zur Subsistenzwirtschaft und die Umdefinition des Geldes in ein karitatives Instrument. Berlin ist ein solcher Ort, zwischen der westeuropäischen und der russischen Einflussspähre, ein Schmelztiegel – „zuviel Kraft in der Lunge für zu wenige Trompeten“ – mit seiner unaufhaltsamen Suche nach neuen Lebenskonzepten, den autarken, geschlossenen Lebensgemeinschaften, die im Umland entstehen. Und die Sahara ist ein solcher Ort, die Berührung zwischen der europäischen und der afrikanischen Sphäre. Djanan.
ReflexionDiese Gedanken sind relativ abstrakt – aber wir können daraus etwas Wichtiges lernen: Vertrauen in die Selbstorganisationskräfte der Flüchtlinge aus Afrika und Europa, die in Djanan aufeinandertreffen werden. Sollte das Leben in El Haoiuta ohne Geld geboren werden, so ist dies kein Mangel, sondern Ausdruck von Überfluss. Sollte es keine staatliche Kontrolle geben, sondern eine Gesellschaft hervorbringen, die auf vollständiger Selbstorganisation basiert, auf Kompetenz und natürlicher Autorität, auf Familien- und Stammesstrukturen, auf der spirituellen Hierarchie des in Nordafrika weit verbreiteten Sufismus – dann ist das kein Mangel an demokratischer Kultur, sondern ein Gewinn an Freiheit, an Authentizität, einer unmittelbaren Manifestation seelischer Ordnung im Sozialen.
„QuintessenzSei Wüste, selber vollständiger Ausdruck des Prinzips Mangel, ein Ort der Heilung.
– Madjid Abdellaziz, Desert Greening
Eine Vision wird wahrBeweis
Eine Vision wird wahr!
Die Südseite des Atlasgebirges in Algerien ergrünt
Inzwischen ist das algerische Atlasgebirge deutlich grüner geworden, und die gesamte Region profitiert weiterhin von der integralen Umweltheilung. Drei Fakten, die dies belegen:
+30 mGrundwasser gestiegen
100%Staudämme gefüllt
RekordGetreide-Export 2009
Bis vor kurzem litt Algerien unter schwerem Wassermangel, so stark, dass Wasser importiert werden musste. Heute ist der Grundwasserspiegel um 30 Meter gestiegen, die Staudämme sind voll und die Landwirtschaft erholt sich.
Im Jahr 2009 verzeichnete Algerien eine Rekordgetreideernte. Dieses Jahr war es erneut so. Zum ersten Mal in der Geschichte Algeriens konnte Getreide exportiert werden.
Zwei unabhängige ReportagenAlgerien im Wandel
ARD-Tagesthemen und Euronews berichten unabhängig voneinander über den nachhaltigen Wandel in der Region. Der Bezug zu Desert Greening bleibt jedoch aus.
ARD TagesthemenARD Tagesthemen – Wie die Wüste grün wird: Bericht über Wüstenbegrünung in der Sahara
Euronews DE · Juni 2022‚;this.style.cursor=“default“;“ style=“position:absolute;inset:0;cursor:pointer;background:#000 url(https://www.dailymotion.com/thumbnail/video/x8c1ju0) center/cover no-repeat;“>Reportage: Wie ein Teil der Sahara zu Algeriens internationalem Landwirtschaftszentrum wird – Euronews DE
Externe QuellenWissenschaftliche Belege
Wie die bioenergetische Umweltheilung die Natur wieder belebt, bestätigen unabhängige Quellen aus Wissenschaft und Journalismus.
NASA Earth ObservatoryWater for a Desert Lake in Algeria
Satellitenbilder von Landsat 9 zeigen die dramatische Verwandlung: Ein algerischer Wüstensee füllt sich – seltener Beweis für den Wasserkreislauf in der Sahara.
Zum Artikel →
Raum & Zeit – MagazinGrüne Welle in Afrika: Desert Greening soll die Wüste fruchtbar machen
Harald Kautz-Vella beschreibt Madjid Abdellaziz‘ Pläne für den grünen Gürtel quer durch Nordafrika – und die bereits erreichten Ergebnisse in Djanan: 30 Meter Grundwasser-Anstieg, tausende Bäume, ein neues Mikroklima.
Zum Artikel (PDF) →
Le Monde DiplomatiqueTomaten aus der Sahara
Wie Algerien lernt, die Wüste zu bändigen – und warum das Modell weit über die Grenzen des Landes hinaus Bedeutung hat. Die Welt schaut auf den Atlasrand.
Zum Artikel →
Le Jour d’Algérie – 13. Mai 2010« Pas de pénurie d’eau en été »
Der algerische Minister Sellal bestätigt: Kein Wassermangel mehr im Sommer. Zur gleichen Zeit, als Desert Greening in der Sahara arbeitet, steigen Algeriens Grundwasserspiegel – und die Presse berichtet erstmals davon.
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Le Jour d’Algérie · 13. Mai 2010 · Minister Sellal: « Pas de pénurie d’eau en été »